Wer durch Alter oder Krankheit in seinem Aktionsradius eingeschränkter ist als in jungen Jahren, sehnt sich manchmal nach mehr Abwechselung im Alltag, nach mitmenschlichem Austausch und gemeinsamen sozialen Aktivitäten. Dies gilt umso mehr dann, wenn man im Alter alleine lebt und die Angehörigen nicht in der Nähe sein können.
Die von uns geschulten und regelmäßig in der Gruppe betreuten Helferinnen und Helfer im freiwilligen Besuchsdienst haben Zeit und Lust, Sie kennen zu lernen, Sie entsprechend Ihrer Wünsche und Neigungen ideenreich bei der Freizeitgestaltung zu unterstützen, Ihnen die Teilnahme am öffentlichen Leben durch Begleitung zu ermöglichen, mit Ihnen zu plaudern und für Sie da zu sein: Ein- oder zweimal in der Woche, für ein bis zwei Stunden, zu fest mit Ihnen verabredeten Zeiten.
Unsere freiwilligen Helferinnen und Helfer sind sozial engagierte, kontaktfreudige Menschen, die sich über ein gelingendes Miteinander ebenso freuen wie Sie. Denn Wechselseitigkeit ist die Grundlage jeder guten Beziehung.
Bei Interesse an diesem Angebot können Sie einfach die Sie betreuende Pflegekraft ansprechen, sofern Sie Kunde der Hamburger Gesundheitshilfe sind. Wen nicht auch kein Problem. In diesem Fall wenden Sie sich bitte direkt an Karin A. Knittler, unsere hauptamtliche Koordinatorin beim Freiwilligen Besuchsdienst, die bei Bedarf auch gerne einen Hausbesuch bei Ihnen macht.
Die Hamburger Gesundheitshilfe bietet seit 2004 im Rahmen des Freiwilligen Besuchsdienstes die stundenweise Betreuung von demenziell erkrankten Menschen an. Diese Form der Unterstützung dient der gezielten Entlastung der Angehörigen und steht für diese kostenneutral zur Verfügung.
Die Gruppe der freiwilligen Helferinnen und Helfer, die diese Besuche machen, werden dafür speziell geschult, regelmäßig fortgebildet und supervidiert.
Ab Sommer 2008 wurden von der Pflegeversicherung erhöhte Mittel von bis zu 2.400 Euro pro Jahr für pflegebedürftige demenziell erkrankte Menschen zur Verfügung gestellt. Diese Finanzierungsgrundlage schaffte endlich die Basis für uns, eine Idee in die Tat umsetzen zu können, die wir schon lange für sinnvoll und notwendig hielten: Die eng verzahnte und erweiterte Zusammenarbeit von freiwilligen und examinierten Kräften in der Betreuung von Menschen mit Demenz.
Dabei geht es uns vor allem darum, fachlich hochwertige Angebote wie Snoezelen, Fußreflexzonentherapie, Massagen und basale Stimulation ambulant bereit zu stellen, als Leistung von hauptamtlichen Fachkräften, die dabei freiwillige Helferinnen und Helfer vor Ort anleiten und von ihnen gezielt unterstützt werden. Diese Kombination bietet den Angehörigen mehr Sicherheit und dem erkrankten Menschen zusätzliche Lebensqualität.
Dass wir mit dieser Idee unter zahlreichen anderen Bewerbern die Unterstützung von "startsocial" gewinnen konnten, einer Einrichtung, die herausragende soziale Initiativen mit Leistungen der Projektentwicklung fördert, freut uns und garantiert die konzeptionell solide, wirtschaftliche tragfähige und öffentlichkeitswirksame Umsetzung der Idee in die Tat.
Angehörige von Menschen mit Demenz können dieses Leistungsangebot der Hamburger Gesundheitshilfe nutzen. Für Fragen dazu steht Ihnen Karin A. Knittler, unsere Koordinatorin im Freiwilligen Besuchsdienst, als Ansprechpartnerin zur Verfügung.
Die Arbeit des Freiwilligen Besuchdienstes der Hamburger Gesundheitshilfe wird gefördert durch die Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz und das Hamburger Spendenparlament.
Wenn auch Sie den Freiwilligen Besuchsdienst unterstützen wollen, können Sie das mit einer Spende tun Hamburger Gesundheitshilfe, Haspa, BLZ 200 505 50, Konto 1229 125 909 oder durch Ihre Mitarbeit als freiwillige Helferin oder freiwilliger Helfer.