Hamburger Gesundheitshilfe
Unsere gut geschulten ehrenamtlichen Helfer/innen haben ein offenes Ohr und ein offenes Herz sowohl für die Anliegen von schwerkranken Menschen als auch für ihre Angehörigen. Es kann entlasten, wenn jemand für ein paar Stunden in der Woche da ist, eine Handreichung abnimmt oder einfach Zeit hat für ein Gespräch. Wir hoffen, dass viele Betroffene und Angehörige den Mut haben, uns anzusprechen – denn für sie sind wir da!
Ursula Steiner, Ehrenamtlichenkoordinatorin
Ambulanter Hospizdienst

Am Ende des Lebens nicht allein

Manchmal zögern Menschen, sich am Lebensende auf Unterstützung durch ehrenamtliche Begleitung einzulassen. Noch einen neuen Menschen kennen zu lernen, wo sich schon – wenn man Glück hat – der Hausarzt, vielleicht ein Schmerztherapeut, eventuell eine Krankengymnastin, mit Sicherheit aber Pflegekräfte die Klinke zur Wohnungstür in die Hand geben, ist auch ein Wagnis. Oft aber sehnen sich schwerkranke Menschen danach, mit ihrer Situation nicht allein zu sein, wünschen sich einen verständnisvollen Gesprächspartner, der einfach freiwillig kommt, der da ist, da bleibt, zuhört, Anteil nimmt, akzeptiert, aushält, Gegenüber und mitmenschlicher Zeuge des Geschehens ist – jenseits von beruflichen und finanziellen Interessen und ohne die Verflechtungen einer gemeinsamen Lebensgeschichte. Eine ehrenamtliche Begleitung ist mit Sicherheit nicht für jeden das Richtige, aber richtig gut für viele Menschen, die wir am Lebensende betreuen.

Ob und was in diesem Zusammenhang gut für Sie sein könnte, können Sie mit der hauptamtlichen Koordinatorin des Ambulanten Hospizdienstes der Hamburger Gesundheitshilfe, Ursula Steiner, besprechen. Sie ist examinierte Krankenschwester sowie ausgebildete Palliative-Care-Kraft und weiß um die Belastungen und Herausforderungen, vor denen schwerstkranke und sterbende Menschen sowie ihre Angehörigen stehen. Bei einem Hausbesuch lassen sich nicht nur die Möglichkeiten ehrenamtlicher Unterstützung klären, sondern auch alle anderen Fragen in Bezug auf bestehende Versorgungsmöglichkeiten und Hilfsangebote am Lebensende.

Was Ehrenamtliche für Sie tun können

Auf Wunsch kommen unsere ehrenamtlichen Hospizhelfer/innen in der Regel, die durch Ausnahmen immer wieder bestätigt wird, ein bis zwei Mal in der Woche zu Ihnen nach Hause. Ihren Bedürfnissen entsprechend haben sie
  • Zeit und Bereitschaft für Gespräche
  • Zeit und Bereitschaft für kleine Hilfsdienste
  • Zeit und Bereitschaft um einfach da zu sein
  • Zeit und Bereitschaft in der Nähe zu bleiben

Gerade letzteres kann auch zu einer zeitweiligen Entlastung der Angehörigen beitragen, die auf Wunsch auch kostenlos das professionelle psychosoziale Unterstützungsangebot der Beratungsstelle CHARON nutzen können.


Vom Bekommen und Geben

„Umgang mit sterbenden Menschen kann nur erlernen, wer sich durch das Sterben anderer an die eigene Zukunft, das eigene Sterben, erinnern lässt", hat Elisabeth Kübler-Ross, eine Pionierin der modernen Hospizbewegung, einmal gesagt. Unsere Ehrenamtlichen sind bereit, sich daran erinnern zu lassen. Genau deshalb werden die begleiteten Menschen oft zu Lehrmeistern für jene, die ihre Hilfe anbieten. Und das ist gut so. Dann trennt uns die Tatsache der Endlichkeit nicht, sondern wird als existenzielle menschliche Herausforderung zur Verbindung untereinander.


Kontakt:
Telefon 040 209882-66

In diesem Bereich von Hamburg sind wir tätig:
Info

Vorankündigung:
Ehrenamtlichen-Schulung:
„Begleitung von Sterbenden und ihren Angehörigen“
Oktober 2011 – Mai 2012

Pflegerische Versorgung durch:
Palliative Fachpflege