Hamburger Gesundheitshilfe
Den Umgang mit sterbenden Menschen kann nur erlernen,
wer bereit ist, sich durch das Sterben anderer an die eigene Zukunft,
das eigene Sterben, erinnern zu lassen.
Elisabeth Kübler-Ross
Ambulante Hospizarbeit

Den Tagen mehr Leben geben...

"Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben." Dieser Satz von Cicely Saunders, der englischen Pionierin der modernen Hospizbewegung, ist wie ein Leitstern für die Arbeit mit schwerkranken und sterbenden Menschen.

Auch wenn Sterben, Tod und Trauer noch immer zu den Tabuthemen in unserer Gesellschaft zählen, ist doch eine zunehmende Sensibilisierung des öffentlichen Bewusstseins für die Wünsche und Bedürfnisse von Menschen am Lebensende zu verzeichnen.

Die Gründung von zahlreichen Hospiz- und Palliativeinrichtungen in den letzten Jahren sowie die gesetzlichen Regelungen zum Anspruch aller Versicherten auf Hospiz- und Palliativversorgung und deren Finanzierung sind ein Beleg dafür.

Die Hamburger Gesundheitshilfe wurde als gemeinnütziger Verein 1988 gegründet, um vorrangig alten oder kranken Menschen mit bedarfsgerechten Pflegeleistungen ein Leben nach eigenen Vorstellungen in der vertrauten häuslichen Umgebung zu ermöglichen. Daneben war es ein bereits in der Satzung festgeschriebenes Ziel, das öffentliche Gesundheitswesen durch geeignete Projekte zu unterstützen und zu erweitern. In diesem Zusammenhang hat sich die Hamburger Gesundheitshilfe besonders für den Aufbau und die Verbesserung der ambulanten Hospizarbeit eingesetzt.


Stationen auf dem Weg

Die Hamburger Gesundheitshilfe gehört mit der Initiierung von zahlreichen Projekten und speziellen Leistungsangeboten zu den Vorreitern für eine häusliche Versorgung von schwerkranken und sterbenden Menschen in der Hansestadt.

  • Bereits 1989 rief die Hamburger Gesundheitshilfe die Beratungsstelle CHARON ins Leben, die heute als öffentliche Einrichtung psychosoziale Hilfen und professionelle Begleitung im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer bietet.
  • 1992 etablierte die Hamburger Gesundheitshilfe das erste ambulante Palliative Fachpflegeteam in der Stadt, das seither Menschen in der letzten Lebensphase zu Hause betreut und ein Sterben in Würde ermöglicht.
  • 1997 gehörte die Hamburger Gesundheitshilfe zu den Initiatoren der Landesarbeitsgemeinschaft für Hospiz und Palliativarbeit Hamburg e.V. und arbeitet seither aktiv in diesem Gremium zur politischen Interessenvertretung mit.
  • 2004 gründete die Hamburger Gesundheitshilfe den Ambulanten Hospizdienst, der in enger Zusammenarbeit mit dem Palliativen Fachpflegeteam für die ehrenamtliche Begleitung von Menschen in ihrer letzen Lebensphase und deren Angehörigen zur Verfügung steht.
  • Seit 2007 ist die Hamburger Gesundheitshilfe mit ihrem Leistungsangebot zur ambulanten Versorgung schwerkranker und sterbender Menschen Gründungsmitglied und Kooperationspartner im Hamburger Palliativ- und Hospiznetz.
  • Seit 2009 ist die Hamburger Gesundheitshilfe mit ihrem palliativen Fachpflegeteam Mitglied in zwei Palliative Care Teams (PCT): Im PCT-Ost, beheimatet im Asklepios Klinikum Barmbek und im PCT-Alster in der Robert-Koch-Str. 36. Die PCTs sind zum Wohle der Patienten multiprofessionell mit Ärzten und Pflegekräften mit Zusatzausbildungen besetzt und bieten eine Rufbereitschaft rund um die Uhr.


Von Möglichkeiten und Mitteln

Dass die Hamburger Behörde für Soziales, Familie, Umwelt und Verbraucherschutz die Beratungsstelle CHARON mit öffentlichen Mitteln fördert, freut uns ebenso wie die finanzielle Unterstützung der Arbeit Ambulanter Hospizdienste durch die Krankenkassen. So stehen beide Angebote kostenlos zur Verfügung.

Durch die neue gesetzliche Regelung zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV), ist es nun endlich möglich Leistungen der Palliativen Fachpflege angemessener mit den Kostenträgern abzurechnen. Bisher war dieser Bereich ohne Zuwendungen von dritter Seite gar nicht finanzierbar. Eine bei aller Kritik an SAPV grundsätzlich gesehen erfreuliche Entwicklung in diesem Bereich.

Insbesondere auch deshalb, weil die neue gesetzliche Regelung die Zusammenarbeit unterschiedlicher Professionen fordert, d.h. eine nachweisliche Kooperation von Ärzten, Schmerztherapeuten, Pflegekräften, Sozialarbeitern, Psychologen, Ehrenamtlichen.

Auch dieser Entwicklung war die Hamburger Gesundheitshilfe im Verbund mit Hamburg Leuchtfeuer, Hamburger Hospiz, der Palliativstation des Asklepios Klinikum Barmbek und dem Zentrum für Schmerztherapie und Palliativmedizin Hamburg voraus. Als Gründer und Kooperationspartner im Hamburger Palliativ- und Hospiznetz haben wir uns einem gemeinsamen Ziel verschrieben: Zusammen eine jeweils individuell und situativ angemessene Versorgung zeitnah zu gewährleisten und zwar kontinuierlich auch über die Sektorengrenzen von ambulant und stationär hinweg.

Der Intensivierung und Institutionalisierung der bereits langjährig bestehenden guten Zusammenarbeit der Kooperationspartner im neuen Hamburger Palliativ- und Hospiznetz ist ein Schritt in die richtige Richtung. Denn gemeinsam sind wir stärker in der Unterstützung jener, um die es wirklich geht: schwerkranke und sterbende Menschen und deren Angehörige und Freunde.

Um den begründeten Forderungen zur Verbesserung ihrer Situation auch in der Fachöffentlichkeit und Politik Gehör zu verschaffen, bringt die Hamburger Gesundheitshilfe ihr Wissen und ihre Erfahrung aus der ambulanten Hospizarbeit regelmäßig in die Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz und Palliativarbeit Hamburg e.V. ein und trägt so im Verbund mit anderen dazu bei, die Interessen der in der Hospiz- und Palliativversorgung tätigen Einrichtungen wirkungsvoll zu vertreten.


Kontakt:
Telefon 040 209882-60 oder 040 2263030-0

Pflegerische Versorgung:
Palliative Fachpflege

Ehrenamtliche Unterstützung durch:
Ambulanter
Hospizdienst

Mitglied im:
PCT Ost
Tel. 040 209882-60
und
PCT Alster
Tel. 040 209882-79

Mitglied in der:
Landesarbeits-
gemeinschaft Hospiz
und Palliativarbeit Hamburg e.V.

Koordinierungsstelle für Hospiz- und Palliativarbeit Hamburg
Telefon 040 226303030