
Damit demenziell erkrankte Menschen in ihrer eigenen Wohnung leben können, ist zunächst oft nur Unterstützung im Haushalt erforderlich, dann vielleicht Medikamentengabe, schließlich auch Maßnahmen zur Körper- und/oder Behandlungspflege. Immer aber werden Hilfen zur Tagesstrukturierung und psychosoziale Unterstützung gebraucht.
Im Mittelpunkt steht die tragfähige Pflege- und Betreuungsbeziehung. Sie entsteht durch ein besonders hohes Maß an zeitlicher und personeller Kontinuität und basiert darauf, die Willensfreiheit altersverwirrter Menschen anzuerkennen.
Das Wissen um die Biografie und die Gewohnheiten des zu betreuenden Menschen ist ebenso wichtig wie das Gespür für die aktuellen Bedürfnisse. Wesentlich ist deshalb neben der fachlichen Fähigkeit die menschliche Bereitschaft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sich flexibel auf Situationen einzulassen, in denen es keine Verhaltenssicherheit vom Gegenüber gibt.
Selbstverständlich ist die Kooperation mit den behandelnden Ärzten und anderen an der Versorgung beteiligten Berufsgruppen. Ebenso ist uns die Einbeziehung von Angehörigen, Nachbarn oder Betreuern ein Anliegen.
Speziell zur Entlastung der Angehörigen im Alltag bietet unser Freiwilliger Besuchsdienst ehrenamtliche Unterstützung an. In enger Verzahnung der Arbeit von freiwilligen und examinierten Kräften stellen wir im Rahmen des Pflegeleistungs-Ergänzungsgesetzes auch fachlich hochwertige Angebote wie Snoezelen, Fußreflexzonentherapie, Massagen und basale Stimulation ambulant zur Verfügung.
Die systematisch kombinierte Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen in diesem Bereich bietet den Angehörigen zusätzliche Sicherheit und dem erkrankten Menschen zusätzliche Lebensqualität.