Zu Hause bleiben können bis zuletzt
Laut Umfragen wünschen sich 80 % aller Menschen, gut versorgt zu Hause sterben zu können. Die Palliative Fachpflege der Hamburger Gesundheitshilfe trägt dazu bei, dass dieser Wunsch Wirklichkeit werden kann.
Wir betreuen schwerkranke, insbesondere krebskranke und sterbende Menschen zu Hause. Denn wenn in Hinblick auf die Heilung der Krankheit nichts mehr zu machen ist, bleibt palliativ, d.h. in Hinblick auf den Erhalt von Lebensqualität, immer noch sehr viel zu tun.
In Würde sterben heißt für uns, Menschen so zu unterstützen, dass sie ihren eigenen Wünschen und Möglichkeiten entsprechend bis zuletzt leben und individuell Abschied nehmen können.
Mit unserer Arbeit sorgen wir für größtmögliches Wohlbefinden in den letzten Monaten, Wochen, Tagen und Stunden. Schmerz- und Symptomlinderung sind dabei ebenso zentral wie Zeit und Gespür zur Berücksichtigung ganz individueller Bedürfnisse.
Sehr gerne beziehen wir wo immer möglich und gewünscht Angehörige und Freunde aktiv in den Pflege- und Begleitungsprozess ein und unterstützen diese fachlich und emotional in der Zeit des Abschieds und der Trauer.
Die enge Kooperation mit den behandelnden Haus-, Schmerz- und anderen Fachärzten ist genauso selbstverständlich wie die Vermittlung von zusätzlichen Hilfsangeboten. Kostenlos steht die Unterstützung durch die öffentliche Beratungsstelle CHARON und unseren ehrenamtlichen Hospizdienst zur Verfügung. Denn psychosoziale und mitmenschliche Begleitung sind neben der medizinischen und pflegerischen Versorgung tragende Säulen in der Betreuung am Lebensende.
Mit menschlichem Engagement und fachlicher Qualifikation
- Kostenlose Beratung, Regelung der Kostenübernahme
- Alle Maßnahmen der Intensiv- und Palliativ-Krankenpflege
- Durchführung der Schmerztherapie
- Fachanleitung von Angehörigen
- Geplante Pflegeeinsätze zu jeder Tages- und Nachtzeit
- 24 Stunden Erreichbarkeit für Notfalleinsätze
- Sofortige Bereitstellung von Pflegehilfsmitteln
- Psychosoziale Unterstützung, Krisenintervention
- Sterbe- und Trauerbegleitung
Seit 2007 haben Kassenpatienten einen Rechtsanspruch auf die sogenannten SAPV-Leistungen. SAPV bedeutet spezialisierte ambulante Palliative Versorgung.
Diese Leistungen dürfen allerdings nicht von jedem Pflegedienst erbracht werden, sondern nur von solchen, die Mitglied in einem Palliativ Care Team (PCT) sind. Diese PCTs sind zum Wohle der Patienten multiprofessionell mit Ärzten und Pflegekräften mit Zusatzausbildungen besetzt und bieten eine Rufbereitschaft rund um die Uhr. In Hamburg haben sich insgesamt 8 PCTs angesiedelt, wobei unser Palliatives Fachpflegeteam sogar Mitglied in zwei PCTs ist: Im PCT-Ost, beheimatet im Asklepios Klinikum Barmbek und im PCT-Alster in der Robert-Koch-Str. 36.
Durch diese Struktur sind wir in Zukunft noch besser gerüstet für die besonderen Bedürfnisse von Menschen am Ende ihres Lebens.
Versorgungssicherheit im Netzwerk
Die Hamburger Gesundheitshilfe ist einer von fünf Kooperationspartnern im Hamburger Palliativ- und Hospiznetz. Über eine eigens eingerichtete Personalstelle des Netzwerks arbeitet die Palliative Fachpflege eng und abgestimmt mit anderen ambulanten und stationären Palliativ- und Hospizeinrichtungen in Hamburg zusammen, um für die Patienten eine dem jeweiligen individuellen und situativen Bedarf angemessene und kontinuierlich stabile Versorgungskette zu gewährleisten auch dann, wenn ein zwischenzeitlicher Aufenthalt auf einer Palliativstation oder die Versorgung in einem stationären Hospiz notwendig werden sollte.
Das 2007 neu gegründete Hamburger Palliativ- und Hospiznetz ist eine intensivierte und nunmehr institutionalisierte Form einer bereits langjährig bestehenden guten Zusammenarbeit zwischen Hamburger Gesundheitshilfe, Hamburg Leuchtfeuer, Hamburger Hospiz, Palliativstation des Asklepios Klinikum Barmbek und Zentrum für Schmerztherapie und Palliativmedizin Hamburg.