"Die Hamburger Gesundheitshilfe hat es sich zum Ziel gesetzt, ständig die Qualität der Pflege zu verbessern."
Und weiter heißt es in diesem Abschnitt unseres Pflegekonzepts:
"Um dieses Ziel zu verwirklichen, werden regelmäßig Dienstbesprechungen durchgeführt, Fort- und Weiterbildungen angeboten und ein Qualitätszirkel gepflegt. Diese Besprechungen finden in einem vorgegebenen Rhythmus statt und haben feste Strukturen. Bei Bedarf werden Supervision oder Beratung zur Teamentwicklung angeboten. Der Qualitätszirkel trifft sich regelmäßig, um selbst gewählte Probleme der eigenen Arbeitsbereiche zu bearbeiten. Hier wurde z.B. eine Sammlung interner Pflegestandards erarbeitet, die für alle Mitarbeiter/innen zur Verfügung stehen. Diese Sammlung wird ständig überarbeitet und ergänzt.
Die Qualitätsbeauftragte ist für die Führung der Qualitätshandbücher verantwortlich. Hier wird die Einrichtung mit den maßgeblichen Angeboten und Arbeitsabläufen beschrieben. Das Qualitätshandbuch ist für alle Mitarbeiter zugänglich aufbewahrt. Alle Mitarbeiter werden im Rahmen der Einarbeitung über den Qualitätsordner informiert und erhalten einen Auszug daraus (Betriebsfibel), der auf die Rechte und Pflichten bei der HGH gGmbH hinweist. Für den Gebrauch der Pflegedokumentation gibt es eine gesonderte Anweisung, die der Betriebsfibel angehängt ist.
Als weitere interne Qualitätssicherungsmaßnahmen sind ein bestehendes Einarbeitungskonzept für neue MitarbeiterInnen und die Erhebung von Kunden- und MitarbeiterInnen-Zufriedenheit zu nennen. Das Vorhandensein von Fachliteratur ist selbstverständlich.
Darüber hinaus bestehen Arbeitskreise und Kooperationen zur externen Qualitätsentwicklung bzw. -sicherung z. B. über den DPWV. Außerdem engagiert die HGH gGmbH sich in Arbeitskreisen, die sich thematisch inhaltlich anbieten, wie z.B. Teilnahme an der Pflegekonferenz Dulsberg oder an dem Netzwerk Wandsbek.
Pflegevisiten werden regelmäßig von einer Pflegefachkraft durchgeführt, sie dienen zur Überprüfung der Pflegequalität und geben Auskunft über die Zufriedenheit der Patienten. Außerdem sind alle MitarbeiterInnen angehalten, ein offenes Ohr für Veränderungswünsche oder Beschwerden zu haben und diese in einem standardisierten Bogen festzuhalten, den die Qualitätsbeauftragte und Pflegedienstleitung erhält."
Soweit der Auszug aus unserem Pflegekonzept. Der vollständige Text steht Ihnen als PDF-Download zur Verfügung.
Als lernende Einrichtung ist es unser erklärtes Ziel, die Qualität der Pflege für unsere Kundinnen und Kunden ständig zu verbessern, dabei aber auch die Arbeitszufriedenheit derjenigen im Blick zu haben, die diese Pflege tagtäglich leisten sollen, die Arbeitszufriedenheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Keine leichte Aufgabe unter den engen Rahmenbedingungen und knappen Ressourcen im Bereich der ambulanten Pflege. Dennoch: Eine Aufgabe, die aller Anstrengungen wert ist, um immer wieder neu gute und bessere Lösungen zu finden.
Die Hamburger Gesundheitshilfe gGmbH (HGH) wurde 1988 als sozialpflegerische Einrichtung von sieben Frauen gegründet. Das Ziel war und ist, eine Pflegeeinrichtung zu schaffen, die qualitativ hochwertige Pflege anbietet und auf gesellschaftliche Entwicklungen und den daraus resultierenden veränderten Bedarfen reagiert. Die HGH gGmbH ist seit 1991 als gemeinnützige Einrichtung Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV).
Die HGH gGmbH sieht ihre Aufgabe darin, die Lebenslage von pflegebedürftigen Menschen zu verbessern und den betreuten Menschen ein Leben in der vertrauten Umgebung zu ermöglichen, so lange dies von ihnen gewünscht ist. Darum leistet die HGH gGmbH möglichst schnell und unbürokratisch Hilfe und garantiert eine Pflege, bei der die individuellen Bedürfnisse der Patienten im Mittelpunkt stehen, wobei die Kostendeckung zunächst nachrangig ist. Dennoch muss eine Kalkulation den wirtschaftlichen Gegebenheiten angepasst werden und die Finanzierung sicher gestellt sein.
Die Leistungen umfassen folgende Angebote:
Die HGH gGmbH ist täglich rund um die Uhr persönlich erreichbar. Auch außerhalb der gewöhnlichen Geschäftszeiten steht ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung. Das ermöglicht eine schnelle Reaktion auf Anfragen und Notsituationen.
Die Gestaltung, Organisation und Durchführung der Pflege erfolgt nach dem Modell der "Fördernden Prozesspflege" von Frau Professorin Monika Krohwinkel. Fördernde Prozesspflege "ist darauf ausgerichtet, im Pflegeprozess pflegebedürftigen Personen und ihre persönlichen Bezugspersonen (z.B. Angehörige) in ihren Fähigkeiten zu unterstützen ihre Bedürfnisse wahrzunehmen, sie (verbal oder nonverbal) auszudrücken und sie zu realisieren" (Krohwinkel 2007, S. 216f).
Zudem soll Fördernde Prozesspflege Personen in ihren Fähigkeiten, die eigenen Probleme wahrzunehmen, zu bearbeiten und zu lernen ggf. Hilfe zur Bedürfnisbefriedigung von außen annehmen zu können, unterstützen (Krohwinkel 2007, S. 217). Personen zu fördern bzw. mit ihren "fördernd zu kommunizieren" heißt nach Krohwinkel sie zu unterstützen, sie anzuleiten, sie zu beaufsichtigen, sie zu informieren und beraten, sie begleiten und vor allem im Sinne der Pflegebedürftigen zu handeln (Krohwinkel 2007, S. 244). Maßgeblich für die Umsetzung der Fördernden Prozesspflege ist auch das System der "Bezugspersonenpflege" (primary nursing).
Die pflegerische Zielsetzung besteht dabei im "erhalten, erlangen und wiedererlangen von Fähigkeiten und Ressourcen zur Realisierung und Gestaltung von Unabhängigkeit und Wohlbefinden" (Krohwinkel 2007, S. 215). Das zu Grunde liegende Strukturmodell findet sich in den Dokumenten der Pflegeplanung bei der HGH gGmbH wieder.
Jeder Patient wird von einer Bezugspflegekraft nach dem primary nursing Modell begleitet. Diese ist maßgeblich für den Verlauf des Pflegeprozesses und die Führung der Dokumentationsmappe verantwortlich. Sie erstellt ein Assessment zur Informationssammlung über die Ausgangsbedingungen, hier wird auch die Zuständigkeit für zu ergreifende Maßnahmen definiert. Gemeinsam mit dem Pflegebedürftigen und ggf. den Angehörigen wird die Pflege von ihr geplant und realistische Pflegeziele definiert. Die geeigneten Pflegemaßnahmen werden festgelegt und im Pflegeteam abgesprochen.
Der Pflegevertrag wird nach Erhebung des individuellen Bedarfs mit dazu gehörendem Kostenangebot zwischen der HGH gGmbH und dem Pflegebedürftigen geschlossen. Dieser Kostenvoranschlag wird in der Regel von der Einsatzleitung des infrage kommenden Pflegeteams erstellt. Die Einsatzleitung hat außerdem die Aufgabe, die Organisation und Administration für die Teams zu übernehmen und ist auch Ansprechpartner/-in für Patienten.
In regelmäßigen Dienstbesprechungen erfolgt ein Informationsaustausch der MitarbeiterInnen über die einzelnen Patienten. Dadurch ist es möglich, Veränderungen bei der Pflege zu besprechen und notwendige Maßnahmen schnell einzuleiten.
Über die vereinbarten Pflegeleistungen wird ein Kostenvoranschlag erstellt und ein Pflegevertrag abgeschlossen. Bei einer Einweisung ins Krankenhaus wird ein standardisierter Pflegeüberleitungsbogen mit den wichtigsten pflegerelevanten Daten zur nahtlosen Übernahme der Pflege erstellt und mitgegeben. Zur Gewährleistung gelungener Kommunikation hält die HGH gGmbH Kontakt zu allen an der Pflege beteiligten Einrichtungen und Personen, dieses sind z. B. die behandelnden Ärzte unserer Patienten, die Krankenhäuser unserer Umgebung, Kranken- und Pflegekassen, die Sozialämter, die Gesundheitsämter, die Beratungsstellen, Hospize und Selbsthilfe Gruppen und der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK).
Die Hamburger Gesundheitshilfe gGmbH hat es sich zum Ziel gesetzt, ständig die Qualität der Pflege zu verbessern. Um dieses Ziel zu verwirklichen, werden regelmäßig Dienstbesprechungen durchgeführt, Fort- und Weiterbildungen angeboten und ein Qualitätszirkel gepflegt. Diese Besprechungen finden in einem vorgegebenen Rhythmus statt und haben feste Strukturen. Bei Bedarf werden Supervision oder Beratung zur Teamentwicklung angeboten. Der Qualitätszirkel trifft sich regelmäßig, um selbstgewählte Probleme der eigenen Arbeitsbereiche zu bearbeiten. Hier wurde z. B. eine Sammlung interner Pflegestandards erarbeitet, die für alle Mitarbeiter/innen zur Verfügung stehen. Diese Sammlung wird ständig überarbeitet und ergänzt.
Unsere Pflegeteams arbeiten stadtteilorientiert und sind in Barmbek, Bramfeld, Dulsberg, Eilbek, Eimsbüttel, Eppendorf, Hamm, Harvestehude, Hohenfelde, Horn, Rotherbaum, Steilshoop, Wandsbek und Winterhude tätig. Darüber hinaus werden Patienten in drei Fachpflegeteams gepflegt. Die Mitarbeiter sind auf die gerontopsychiatrische Pflege, die Palliativpflege und die Pflege speziell jüngerer Menschen, auch mit HIV/AIDS spezialisiert. Die Pflege gerontopsychiatrisch erkrankter Menschen im Stadtteil Dulsberg und Umgebung ist auf die Förderung von hoch betagten Menschen mit beginnender und fortgeschrittener Demenz ausgerichtet. Im "Haus am Kanal" wohnen sieben, in der Wohngemeinschaft Hinschenfelde / Dernauer Str. wohnen neun demenzkranke Menschen. Sie leben gemeinsam in einer Wohngemeinschaft und werden dort 24 Std. pflegerisch durch die HGH begleitet. Die Pflege jüngerer erkrankter Menschen, besonders mit HIV/AIDS hat das Ziel, Betroffene mit dieser Erkrankung zu pflegen und umfassend zu betreuen. Durch die Arbeit des Palliativteams wird es Schwerstkranken und sterbenden Menschen ermöglicht, nach eigenen Wünschen Abschied zu nehmen und zu Hause zu sterben. Hier besteht keine Begrenzung auf die zuvor genannten Hamburger Bezirke. Das Palliativteam unterstützt andere Teams in Fragen der Sterbebegleitung.
Unsere Hauptgeschäftsstelle befindet sich in der Wandsbeker Chaussee in Hamburg Wandsbek. Eine Zweigstelle liegt im Stadtteil Dulsberg, die Zweigstelle West ist in den Grindelhochhäusern zu finden und das Palliativpflegeteam hat seinen Sitz im Krankenhaus Barmbek.
Für alle Patienten besteht die Möglichkeit, auch nachts von unserem Nachtteam versorgt zu werden. Die Struktur der Pflegeteams gewährleistet einen möglichst geringen personellen Wechsel bei den Patienten. Sollten sich Veränderungen ergeben, informiert die Einsatzleitung über Änderungen in der Planung und kündigt neue Mitarbeiter an, die, wenn möglich, vorher eingearbeitet werden. Ein weiteres Angebot stellt der ehrenamtlichen Besuchsdienst sowie der Ambulante Hospizdienst dar.
In der HGH gGmbH sind Mitarbeiter folgender Berufsgruppen in der Pflege beschäftigt: Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger mit und ohne Zusatzausbildungen, Altenpflegerinnen/Altenpfleger, Krankenpflegehelferinnen/ Krankenpflegehelfer, Altenpflegehelferinnen/Altenpflegehelfer, Familienpflegerinnen, HauswirtschafterInnen, Zivildienstleistende, Sozialarbeiter, Psychologen, Heilpraktiker, Pädagogen, Sozialwirte, Therapeuten und Heilerzieher.
Selbstverständlich arbeiten alle Mitarbeiter entsprechend ihres pflegerischen Ausbildungs- und Kenntnisstandes. Wir begrüßen die entstehende Multiprofessionalität und verstehen sie als Bereicherung des Pflegealltags.
Für die Dienste stehen den Mitarbeitern neben Fahrrädern und Dienstfahrzeugen auch persönlich zugeordnete Handys zur Verfügung. Außerdem sind die in §80 SGB XI geforderten Hilfsmittel wie z.B. BZ-Meßgeräte oder Inkontinenzhilfen vorhanden und stehen den MitarbeiterInnen für die Pflege zur Verfügung.
Das vorliegende Pflegekonzept wird einmal jährlich mit den Mitarbeitern in Teamsitzungen besprochen und ggf. geändert. Die fortlaufende Anpassung des Pflegekonzeptes orientiert sich an der Einschätzung der Mitarbeiter und den Rückmeldungen der Patienten. Der Führungsstil ist kollegial-kooperativ, Vorschläge und Anregungen werden von den Mitarbeitern aufgenommen, Anordnungen werden erklärt.
Die Finanzierung des Pflegedienstes erfolgt über Leistungen der Pflegeversicherung, der Krankenkassen, Sozialhilfeträgern, privater Zahlungen und aus Spenden. Die Arbeitsbedingungen der fest angestellten MitarbeiterInnen wird durch den AVR des DPWV in Anlehnung an den BAT geregelt. Zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit finden Maßnahmen des Controllings statt, wie z.B. monatliche Auswertungen über die erforderliche Kostendeckung der Arbeit in den pflegerischen Einsätzen.